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Beginn der internationalen Kampagne des Gedenkens der Opfer der Hungersnot Drucken E-Mail

Am 19. Juni begann in Kyiv die internationale Kampagne „Wir lassen die Gedenkkerze nicht verlöschen“, die den Opfern der Hungersnot von 1932-1933 gewidmet ist. Wie der Reporter UNIAN berichtet, hatten sich etwa anderthalb Tausend Menschen, darunter das Oberhaupt der UGKK Seine Seligkeit Lubomyr, der Vorsteher der UOK KP Patriarch Filareth, zahlreiche Bischöfe und Priester wie auch bekannte Persönlichkeiten und Politiker Oksana Zabushko, Wolodymyr O’hryzko, Wasyl Wowkun, Wolodymyr S’tretowytsch, am Denkmal der Hungernot versammelt, um zu beten und der Ukrainer, die Opfer der künstlich geschaffenen Hungernot in der Ukraine in den Dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts geworden sind, zu gedenken.

Das Oberhaupt der UGKK unterstrich in Seinem Interview folgendes: diese Aktion sei sehr wichtig, denn sie erinnert uns nochmals an die grausamen Verbrechen, „die wir nie wieder zulassen dürfen“.

„Die Menschen müssen dies bedenken, - sagte er, - denn dies könnte sich wiederholen. So ist unsere Geschichte. Aber wenn wir wirklich wollen, dass wir dieses grosse Übel wahrnehmen, so wird es mit Gottes Hilfe möglich sein, in der Ukraine bzw. in einem anderen Land der Welt Wiederstand zu leisten und es nicht zuzulassen“.

Das Oberhaupt der UGKK wies darauf hin, dass man diese Aktion nicht als ein Protest gegen die Worte des Präsidenten Viktor Janukovytsch in Straßburg „Die Hungernot sei kein Genozid (Völkermord) der Ukrainer“ betrachten sollte.

Nach seinen Worten sei V.Janukovytsch, obwohl er Präsident der Ukraine ist, „kein absoluter Räpresentant des Volkes wie jeder Präsident eines Landes, deswegen sollte man es nicht als ein Protest bezeichnen“. „Mann muss das tun, was unser Herz  - das Herz des Volkes - uns sagt“, - fügte Seine Seligkeit Lubomyr hinzu.

Das Totengebet leiteten der Patriarch von Kyiv und Russ-Ukraine Filareth, das Oberhaupt der Ukrainisch, Griechisch-Katholischen Kirche Seine Seligkeit Lubomyr und die Hierarchen der Ukrainisch, Autokephalen Orthodoxen Kirche.

Nach den Worten des Vorsitzenden des Ukrainischen Instituts des Nationalen Gedenkens Ihor Juchnowsky „wurde die ethnische Gruppe der ukrainischen Bauern durch Aushungern im Jahre 1933 bewusst getötet“.

Er erinnerte alle daran, dass die Hungersnot  1932 auf dem ganzen Territorium der Sowjetunion verbreitet war. „Aber man muss deutlich sagen, - unterstrich der Vorsitzende des Instituts, - wie es weiterging: am 1.Januar 1933 forderte Stalin – der damalige Diktator der Sowjetunion – speziell die ukrainischen Bauern mit einer Drohung auf, Korn abzugeben. Wenn sie dies nicht täten, würden sie bestraft und es ginge ihnen sehr schlecht. Ab dieser Zeit wurden ihnen nicht nur die Nahrungsreserven abgenommen, sondern auch die Speisen aus den Töpfen und Tellern vernichtet. Die Hungernot in der Ukraine nahm also zu.

Nach den Worten von I.Juchnowsky sind 1,2 Millionen Menschen aufgrund der Hungernot insbesondere im Sommer 1933 im Laufe des Monats Juni ums Leben gekommen. Er betonte auch, dass die der Verlust in der Ukraine etwa 10 Mill. Menschen beträgt, dazu gehören auch die, die nicht geboren wurden.

„Und diese Angaben sind richtig, ich habe Beweise, die im Institut aufbewahrt werden, diese wurden durch Gerichtuntersuchungen erstellt, - sagte er, - also es war ein bewusst organisierter Mord durch Hunger“.

Während der gesamten Hungernot, so J. Juchnowsky, wurden 3,36 Millionen Menschen getötet. „Wenn wir dazu noch die dazu zählen, die nicht geboren wurden, weil es nicht möglich war, so reichen dann die richtigen Verluste in der Ukraine bis 10 Mill. Menschen“, - fasste er zusammen.

J.Juchnowsky bedauerte auch, dass die Vertreter der Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats am gemeinsamen Gottesdienst nicht teilgenommen hatten.

Wie der Koordinator dieser Aktion in der Ukraine Wolodymyr Wjatrowytsch mitteilte, werden die zu diesem Anlass geweihten Kerzen in den Städten der Ukraine und der Welt verbreitet werden. Sie gehen nach Großbritannien, Australien, in die USA, nach Spanien, Kanada, Argentinien, Brasilien, Griechenland, Russland usw. Es ist geplant, dass diese Kampagne in 32 Ländern durchgeführt wird, an der Vertreter verschiedener Religionen und Konfessionen, Politiker, Staatsorgane und die ukrainische Diaspora teilnehmen werden. Die Kerzen werden auch in der Residenz des Europäischen Rates und der Organisation der Vereinigten Nationen verteilt.

„Die Ukrainer und die Bürger anderer Länder werden nicht zulassen, dass das Verbrechen des Völkermords 1932-1933 verschwiegen wird, sie werden der unschuldig Getöteten gedenken und die ganze Welt an die Ereignisse erinnern, die sich nicht wiederholen dürfen“, - unterstrich W.Wjatowytsch. Nach seinen Worten werde das Kampagne in Kyiv im  November 2010 zu Ende gehen.

Presseabteilung der UGKK

 
Butschatsch (engl. Buchach) Diözese UGKK (Ukrainisch Griechisch-Katholische Kirche), Powered by Joomla! and designed by SiteGround web hosting